Unterschiede zur anderen Studiengängen

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Es ist ja immer interessant, einen Studiengang mit anderen zu vergleichen. Was einen Elektrotechnik und Informationstechnik-Studenten (im folgenden ETEC genannt, wie an der Uni allgemein gebräuchlich) von einem Germanisten unterscheidet, ist doch eher offensichtlich – die Abgrenzung zu einigen anderen Studiengängen bedarf aber durchaus einer Erläuterung. Natürlich gibt es keine klar umrissenen Grenzen – die Übergänge sind fließend und werden das in der Zukunft wahrscheinlich noch weiter verschwimmen.

Physik

Im Vergleich zum Physiker beschäftigt sich ein ETEC mit Dingen, die einen größeren Bezug zur technischen Anwendung haben. Während ein Physiker grundlegende Prinzipien zu finden und zu beschreiben sucht, versucht ein ETEC, diese Prinzipien zu einer Anwendung in der Alltagswelt zu bringen. Dies bedingt natürlich auch, dass im Studium der ETIT manchmal keine Zeit für Erklärungen grundlegender Natur bleibt, ab und zu muss man sich einfach darauf verlassen, dass die Beschreibungen oder Modelle der Physiker richtig sind. Übergangsbereich zur Physik ist beispielsweise die Optoelektronik.
Üblicherweise beinhaltet eine ETIT-Problemstellung dadurch auch ein größeres Projekt, in das zusätzlich zum Grundlagenwissen viel an softwaretechnischem Know-How und auch Kontrollmechanismen (Systems- and Software-Engineering) beinhaltet.

Maschinenbau

Auch zum Maschinenbauer lassen sich Abgrenzungen finden. Spezialgebiet dieser Ingenieure sind einerseits mechanische Konstruktionen, andererseits das physikalische Gebiet der Strömungslehre. Für den ETEC steht beispielsweise die elektrodynamische Funktion einer Maschine im Vordergrund, eine genauere Realisierung (z.B. möglichst reibungsfreies mechanisches Arbeiten) bleibt dem Maschinenbauer vorbehalten.

Informatik

Das Studium der Informatik überschneidet sich teilweise mit dem ETIT-Studiengangs und zwar mit der sogenannten Informationstechnik. Grundsätzlich kann man sagen, dass Informatik stark softwareorientiert ist, d.h. Programmierung von Software und Datenbanken sowie Entwicklung mathematischer Modelle für Prozesse und deren Implementierung. Ein Informationstechnikingenieur kümmert sich dagegen mehr um das ganze System, also Software, Hardware und deren Zusammenspiel.

Diese groben Abgrenzungen können aber nur Anhaltspunkte sein – am besten ist es wohl doch, wenn man schaut, ob einem die im Studiengang ETIT angebotenen Vertiefungsrichtungen zusagen. Die Wahlmöglichkeiten sind ja fast unendlich groß. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Entdecken!

Mechatronik

Wenn man sich zwischen 'Elektrotechnik und Maschinenbau' und Maschinenbau nicht entscheiden kann, oder z.B. elektromechanische Systeme verstehen will, gibt es noch den Studiengang Mechatronik und Informationstechnik. Dort werden Grundlagen beider Studienrichtungen vermittelt.