Pro & Contra Uni

Welche Hochschulart ist das Richtige für mich? – Natürlich setzt die Entscheidung voraus, dass man sich selbst einigermaßen gut einschätzen kann. Weiter hilft vielleicht Folgendes:

Universität - Hochschule

  • Die Ausbildung an der Universität ist wissenschaftlicher und damit meistens theoretischer als die praxisorientierte und direkt berufsbezogene Ausbildung an der Hochschule (ehemals Fachhochschule). Das zeigt sich schon durch Praxissemester an der Hochschule, denen ein Berufspraktikum, welches an der Universität(TH) erst im Master absolviert wird, gegenüber steht.
  • Das Ziel an der Uni soll sein für die Forschung auszubilden, während die Hochschulen auf die Praxis in der Wirtschaft abzielen.
  • Die Universität bietet mehr Freiheiten, was aber natürlich mit mehr Pflichten einhergeht. Man muss selbst mehr Verantwortung übernehmen. Bei mehr als hundert Hörern pro Vorlesung ist die Betreuung eine andere als bei der Klassenverbandsgröße der Hochschule.
  • Zu Klausuren muss man sich an der Uni selbst anmelden, dafür muss man aber auch nicht jede sofort schreiben. Auf Anwesenheit in der Vorlesung wird in der Regel nicht geachtet, den Stoff muss man aber am Ende dennoch beherrschen.
  • An der Hochschule ist der Stundenplan vorgegeben, an der Uni kann man ihn recht weit gestalten. Es lässt sich also sagen, dass das Modell der Hochschule schulähnlicher ist als das der Uni.
  • Die Universität bietet wesentlich bessere Chancen zur Promotion und zur Habilitation. Der Anteil von Hochschul-Doktoranden ist verschwindend gering.
  • Die verschiedenen Ziele und Ausprägungen der Hochschulen entspringen dem Gründungsgedanken der Hochschulen, wonach in den Sechzigern mehr Ingenieure schnell und somit kostengünstig für die Wirtschaft ausgebildet werden sollten ohne dabei den wissenschaftlichen Anspruch zu erfüllen. Außerdem sollte hiermit einer breiteren Bevölkerungsschicht die Möglichkeit gegeben werden einen höheren Bildungsweg einzuschlagen.

Duale Hochschule (ehemals Berufsakademie)

Als dritte zeigt sich noch die Duale Hochschule (DH). Man wird direkt in der Praxis in einem Unternehmen für die Wirtschaft ausgebildet und bekommt währenddessen sogar ein Auszubildendengehalt. Diese Art von Studium dauert drei Jahre, womit klar werden dürfte, dass in dieser Zeit nicht die gleichen Inhalte wie an vorher verglichenen Hochschulen vermittelt werden können. Die Ausbildung ist also noch spezifischer. Eventuell kann dies bedeuten, an die ausbildende Firma recht stark gebunden zu sein und auch schlechtere Positionen bei Aufstiegsverhandlungen zu besitzen.

Jeder muss selbst wissen, was für ihn das Richtige ist, wir hoffen aber, hiermit dem einen oder anderen die Entscheidung zwischen den Hochschulen etwas erleichtert zu haben. 

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